Über uns
Netzwerk geerdetglauben – Fortbildungen christliche Naturspiritualität
- Wir stärken Naturspiritualität in den Kirchen
- Wir entwickeln Kompetenzen und bieten Fortbildungen an
- Wir trauen der Fülle christlichen Glaubens viel zu
- Wir öffnen Räume für die Beziehung zu uns, zur Mitwelt und zu Gott
Wir trauen Naturspiritualität viel zu: Sie stiftet Verbundenheit zur Mitwelt und kann hilfreich werden angesichts der dringenden ökologischen Herausforderungen. Als ganzheitliches Wahrnehmen kann sie Menschen in Kontakt zu sich selbst bringen. Und sie kann unseren Glauben im Erfahren des Schöpfers erden. Unser christlicher Glaube bietet dafür einen reichen Schatz an Anregungen. Die Vielfalt unterschiedlicher Formen und Ausrichtungen schätzen wir: Tun und lassen, wahrnehmen und handeln, gesellschaftlich und persönlich, mit Kopf, Herz und Hand.
Wir möchten Naturspiritualität vor Ort in den Gemeinden etablieren. Dafür braucht es Menschen, die qualifiziert Erfahrungen ermöglichen können. Das Netzwerk überschreitet die einzelnen Kirchen und ist ökumenisch. So ermöglicht es eine breite Palette an Angeboten. Wir ermöglichen so auch den Austausch untereinander, auch mit anderen Netzwerken.
Das Netzwerk „geerdetglauben“ ist 2024 entstanden und schnell gewachsen, vorerst in Süddeutschland. Wir sind unterwegs in einer Haltung des Ausprobierens und Lernens und offen für weitere Partner.
Steuerungsgruppe
Wir koordinieren das Netzwerk
Zentraler Kontakt: info@geerdetglauben.de

Susanne Schneider-Riede
Susanne Schneider-Riede
Fachstelle Geistliches Leben, Evang. Landeskirche Baden
„Die Bäume und Steine werden dich Dinge lehren, die dir kein Mensch sagen kann“- Bernhard von Clairvaux
Susanne.Schneider-Riede@ekiba.de
Susanne.Schneider-Riede@ekiba.de
Ich leite als Pfarrerin die Fachstelle Geistlichen Leben in der Evangelischen Landeskirche in Baden. Meine Schwerpunkte sind die Geistliche Begleitung und die Exerzitienarbeit, jeweils auch mit Weiterbildungsangeboten. Ich liebe alles Mitgeschöpfliche, Tiere faszinieren mich, ebenso der Wald als Lebensraum, das Meer, die Berge – die Tiefe, die Weite, die mir da entgegenkommt. „Die Bäume und Steine werden dich Dinge lehren, die dir kein Mensch sagen kann“- diese Einsicht begleitet mich seit vielen Jahren. Die Natur als erstes Evangelium gilt es gerade auch auf Exerzitienwegen zu entdecken, mich in Verbindung zu erleben, als Teil der fast unbegreiflichen Zusammenhänge in Gottes Schöpfung, mit ihr und in ihr in Resonanz kommen. Das führt mich ins Staunen, lässt mich in Verbindung sein und lädt mich ein, die Natur zu ehren- für mich eine Lebensspur für die Gegenwart, aber auch für die Zukunft!
Detlef Lienau
Evangelische Erwachsenenbildung Freiburg
"Wie gelingt uns in der Natur Gotteserfahrung, die die öko-soziale Transformation fördert?"
Detlef.lienau@kbz.ekiba.de
Evangelische Erwachsenenbildung Freiburg
"Wie gelingt uns in der Natur Gotteserfahrung, die die öko-soziale Transformation fördert?"
Detlef.lienau@kbz.ekiba.de
Ich leite die Evangelische Erwachsenenbildung Freiburg, bin Lehrbeauftragter der Evangelischen Fachhochschule Freiburg und Pilgerbeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Baden. Das Pilgern ist mein Steckenpferd: Seit 25 Jahren leite ich Gruppen beim Fernpilgern, habe zur religiösen Erfahrung beim Pilgern promoviert („Religion auf Reisen“) und als Adjunct Researcher der Universität Bern weiter geforscht und publiziert.
Schon als Student war ich ökologisch engagiert. Viel bin ich zu Fuß und per Rad in der Natur unterwegs. So kam ich zur Frage, wie Naturerfahrung ökologisch wirksam sein kann. Daraus entstand mein badenova-Innovationsfonds-Projekt „Naturspiritualität als Ressource für die öko-soziale Transformation, aus dem wiederum die Initiative zum Netzwerk geerdetglauben entstanden ist. Als leidenschaftlicher Theologe liegt mir an einer reflektierten und verantworteten Praxis. Aus diesem Nachdenken entstand mein aktuelles Buch: Geerdet glauben. Christliche Naturspiritualität, Vandenhoeck&Ruprecht, 2025.
Schon als Student war ich ökologisch engagiert. Viel bin ich zu Fuß und per Rad in der Natur unterwegs. So kam ich zur Frage, wie Naturerfahrung ökologisch wirksam sein kann. Daraus entstand mein badenova-Innovationsfonds-Projekt „Naturspiritualität als Ressource für die öko-soziale Transformation, aus dem wiederum die Initiative zum Netzwerk geerdetglauben entstanden ist. Als leidenschaftlicher Theologe liegt mir an einer reflektierten und verantworteten Praxis. Aus diesem Nachdenken entstand mein aktuelles Buch: Geerdet glauben. Christliche Naturspiritualität, Vandenhoeck&Ruprecht, 2025.

Leonie Orit Büchele
Projekt Spiritualität der Evang.-Luth. Landeskirche in Bayern
„Naturspiritualität bringt uns in Resonanz mit unserer Mitschöpfung und der göttlichen Quelle des Lebens. Wir erleben uns verbunden, als Teil eines größeren Ganzen – das belebt nicht nur unsere Glaubenserfahrung, sondern befähigt uns auch, unsere Welt aktiv mitzugestalten.“
Ich bin Pfarrerin der Evang.-Luth. Kirche in Bayern und liebe es, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, in Resonanz zu gehen, Inspiration zu teilen, miteinander zu suchen und zu fragen, theologisch und existentiell.
Für mich ist es lebensnotwendig, regelmäßig in der Natur zu sein. Schon der Weg in den nahegelegenen Wald im Wandel der Jahreszeiten schenkt mir mitten im Alltag Erdung und innere Ruhe. Und zugleich leide ich mit der Schöpfung, die sich sehnt nach Heilung und Frieden und bin umgetrieben von der Frage, wie wir die öko-soziale Transformation als Kirche mitgestalten können.
Als christliche Meditationsanleiterin (ELKB) und Leiterin für therapeutischen Tanz (DGT e.V.) sind für mich sowohl die Stille als auch die Körperarbeit essentiell. Mit „barfuß+wild“ bin ich auf dem Weg zur Prozessbegleiterin in der Natur. Körperraum, Naturraum und Seelenraum bilden für mich ein Wechselspiel von Resonanz mit der göttlichen Quelle des Lebens. Ich bin überzeugt davon, dass wir diese Erfahrung von Verbundenheit und Lebendigkeit brauchen, um gangbare Wege für die Zukunft zu finden. Deshalb liegt es mir am Herzen, in unserer Kirche noch viel mehr Menschen dazu zu befähigen, Lebens- und Glaubensbegleitung in der Natur anzubieten. Auch dieser spirituelle Weg ist ein politischer Akt. Weil Mystik und Widerstand schon immer zusammengehören.
Was Andere über uns berichten
Evangelischer Pressedienst epd südwest
Halt und Trost im Wald finden
Netzwerk bietet Seminare zu Naturspiritualität an
Von Leonie Mielke (epd)
Ein süddeutsches Netzwerk bietet Fortbildungen zum Thema christliche Naturspiritualität an: Meditationen, Nacht-Wanderungen oder Seminare mit Lamas. Die Angebote sollen auch helfen, Natur zu verstehen und sie so besser zu schützen.
Freiburg/Reutlingen (epd). Lamas sind ihre wichtigsten Mitarbeiter, sagt die württembergische Pfarrerin Ulrike Schaich. Dies gilt vor allem für ihre Seminare, in denen die Teilnehmer mit den Lamas arbeiten. Dadurch sollen sie ins Nachdenken kommen - darüber, wie sie mit den Grenzen von anderen umgehen oder sie sich selbst betrachten. „Lamas haben eine klare Körpersprache, sie spiegeln uns“, erklärt die Theologin aus der Kirchengemeinde Altdorf (Esslingen).
Schaich gehört zu den Akteuren des süddeutschen Netzwerks „Geerdetglauben“, das diesen Winter online ging. Das Netzwerk bietet für Mitarbeiter der Kirchen und Privatleute Fortbildungen, Seminare oder Wanderungen zum Thema christliche Naturspiritualität an.
Die Palette ist bunt: Neben dem Lama-Seminar gibt es Meditationen und Natur-Begegnungen für Enkel sowie Großeltern. Oder eine Schulung für Imker mit dem Titel „Das Bienenvolk als Gleichnis fürs Evangelium.“ Und es gibt auch Angebote für Abenteurer: etwa die Nacht-Wanderung „Durch die Johannisnacht“. Von Freiburg aus wandern die Teilnehmer 20 Kilometer unter den Sternen. „In der Dunkelheit spüren wir unsere Ängste und Grenzen, in der Gemeinsamkeit setzen wir Kräfte frei“, heißt es in der Beschreibung.
Initiator des Netzwerks ist der badische evangelische Pfarrer Detlef Lienau. Der Pilgerbeauftragte der Landeskirche beschreibt sich als „ökologisch engagiert“. So kam er in seinem Leben zu der Frage: „Wie kann christliche Naturerfahrung ökologisch wirksam sein?“, sagt der Freiburger am Telefon. Er startete zunächst ein lokales Projekt. Schnell merkte er aber, dass er einen größeren Radius braucht - und fand Mitstreiter in Württemberg, der Pfalz und Bayern. Gemeinsam gründeten sie das Netzwerk „Geerdetglauben“.
Lienau sagt, dass sich in den Angeboten des Netzwerks die drei Facetten von Naturspiritualität wiederfinden: der pflegliche Umgang mit der Natur, die persönliche Entwicklung und die Gotteserfahrung. „Menschen mit Interesse an Naturspiritualität bringen diese drei Facetten in unterschiedlicher Gewichtung mit“, erklärt er. Er betont, dass es empirisch nachweisbar sei, dass Menschen mit einer ausgeprägten Naturverbundenheit sich auch pfleglicher gegenüber der Mitwelt verhalten.
Ähnlich sieht es auch die Mit-Netzwerkerin und bayerische evangelische Pfarrerin Leonie Orit Büchele. „Schon der nahegelegene Wald schenkt mir innere Ruhe“, schreibt die Meditationsanleiterin auf der Webseite des Netzwerks. Zugleich leide sie mit der Schöpfung und frage sich, wie Kirche die öko-soziale Transformation mitgestalten kann. Ein Weg sei, Lebens- und Glaubensbegleitung in der Natur anzubieten.
Lienaus Beobachtung nach wächst das Interesse an Naturspiritualität. Unter Gläubigen, aber auch unter Kirchenfernen. Das beobachtet er etwa bei den Pilgerreisen, die er seit 25 Jahren anbietet.„ Natur gibt vielen Menschen Sinn, Halt und Trost“, erklärt Lienau. Mit den Fortbildungen sollen in den Gemeinden neue Angebote entstehen.
Zu dem Netzwerk gehören unter anderen das „Projekt Spiritualität“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, die Evangelische Erwachsenenbildung Freiburg sowie Hochfranken/Hof/Saale, die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz, Evangelische Frauen in Baden sowie der Katholische Dekanatsverband Sigmaringen-Meßkirch. (0479/04.03.2025)
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epd-Service
Tel. 0711/469088-35 oder E-Mail redaktion@epd-sw.de.






